2.Die Welt der Suchmaschinen
2.1. Volltextdatenbanken
Klassische Suchmaschinen haben automatische Programme, die das Internet nach Informationen durchforsten. Diese Programme nennt man Spider oder Robots, welche Namen wie „WebCrawler“ oder „SpiderBot“ tragen. Diese Programme registrieren den Inhalt von Websites, das bedeutet, dass der gesamte Text des jeweiligen Internet Auftrittes von den Spidern gelesen wird. Diese Inhalte werden an die Suchmaschine zurückgesendet und in die Datenbank (den Index) aufgenommen. Die Suchmaschine setzt die Daten einer Website, die die Spider zurückgesendet haben, zueinander ins Verhältnis, das heißt, sie vergibt Gewichtungen. Diese Gewichtung – der sogenannte Ranking-Algorithmus – ist ausschlaggebend dafür, in welcher Reihenfolge die Ergebnisse einer Suchanfrage auf der Trefferseite gelistet werden.
2.2. Meta-Suchmaschinen
MetaSuchmaschinen? sind dadurch gekennzeichnet, dass sie über keinen eigenen Datenbestand verfügen, sondern gezielt auf die Daten anderer Suchmaschinen und Webkataloge zugreifen. Eine
MetaSuchmaschine? verfügt zwar über eine eigene Benutzeroberfläche, sendet jedoch die Suchanfragen an verschiedene Suchmaschinen und Webkataloge. Die zurückgelieferten Ergebnisse werden in einer eigenen Suchtrefferliste dargestellt. Dabei werden doppelte Ergebnisse eliminiert. Zudem wendet die
MetaSuchmaschine? eigene Kriterien zur Bestimmung der Rangreihenfolge an. Zu den bekanntesten
MetaSuchmaschinen? in Deutschland gehören
MetaGer? , Metacrawler und Nettz.de.
2.3. Schopping-Suchmaschinen
Bei Shopping oder
ProduktSuchmaschinen? wie beispielsweise Idealo, Kelkoo, Preisauskunft oder Shopping.de handelt es sich um Preisvergleichsportale, die ihren Nutzern die Möglichkeit geben, gezielt nach Produkten von Versandhändlern zu suchen. In den Ergebnisseiten werden zu den Produktinformationen auch noch die jeweiligen Preise und Anbieter gelistet – zumeist inklusive einer Produktabbildung.
Händler, die mit ihrem
OnlineKatalog? in den
ShoppingSuchmaschinen? gelistet werden wollen, müssen im Allgemeinen dafür bezahlen. Die Suchmaschine Google hat Ende 2002 mit Froogle die Beta-Version seiner eigenen
ProduktSuchmaschine? in den USA eingeführt. Froogle kassiert im Gegensatz zu allen anderen
ShoppingSuchmaschinen? keine Gebühr für die Aufnahme in seinen Index. Sollte sich Froogle in den USA etablieren und in weiterer Folge auch in Europa auf den Markt kommen, so stellt dies für die restlichen Marktteilnehmer eine Bedrohung ihres Geschäftes dar.
2.4. Kataloge
Ein bedeutender Anteil der
InternetUser? nutzt Kataloge und Verzeichnisse zur
OnlineSuche? . Kataloge oder Verzeichnisse werden von Redakteuren aufbereitet und bieten einen hierarchischen Aufbau der einzelnen Themenbereiche (Kategorien). Das bedeutet, dass jede angemeldete Website von einem Redakteur vor Aufnahme in den Datenbestand begutachtet, redaktionell bewertet, verworfen oder akzeptiert wird. Durch die intellektuelle Bewertung von Websites soll die Präzision der Suchergebnisse im Vergleich zu Suchmaschinen besser ausfallen. Möchte ein
ContentAnbieter? ein Dokument oder eine Website in den Datenbestand eines Katalogs aufnehmen lassen, muss er ein mehr oder weniger umfangreiches Eintragungsformular unter Angabe der
DokumentenURL? mit weiterführenden Informationen ausfüllen. Diese Angaben werden dann vom Redaktionsteam geprüft. Prominentes Beispiel für einen Katalog ist Yahoo, der mit 27 länderspezifischen Webkatalogen weltweit vertreten ist. In Deutschland sind zudem Kataloge wie Allesklar, Bellnet,
DinoOnline? und Web.de von Bedeutung.
Aber nicht nur
InternetUser? sondern auch Suchmaschinen nutzen Kataloge: So kooperiert beispielsweise die Suchmaschine Google mit dem Open Directory OD (
www.dmoz.org), einem von Freiwilligen erstellten Katalog, und der Webkatalog Allesklar arbeitet mit MSN zusammen. In den letzten Jahren haben die klassischen Kataloge jedoch generell an Bedeutung verloren. Das Problem an den Katalogen ist, dass sie leider selten so aktuell wie Suchmaschinen sind, weil Updates nur sehr unregelmäßig erfolgen. Zudem ist der redaktionelle Aufwand hoch, weshalb Kataloge oft nicht profitabel arbeiten. Und bei sehr spezifischen Suchanfragen liefern Kataloge üblicherweise etwas schlechtere Suchergebnisse, da sie nicht den gesamten Text jeder einzelnen Seite einer Website kennen, sondern nur einen kurzen Beschreibungstext für die gesamte Site.
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TWikiAdminUser - 25 Sep 2008